Pumpspeicherwerk nur wenn Ökobilanz stimmt und keine Atomenergie angekauft wird

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Donnerstag, den 22. Juli 2010 um 16:00 Uhr

pumpspeicherwerkPumpspeicherwerke sollten von der Südtiroler Landesregierung nur dann genehmigt werden, wenn die Ökobilanz stimmt und garantiert wird, dass keine Atomenergie zum Nacht-Betrieb der Pumpen angekauft wird. Diesen Vorschlag formuliert der Landtagsabgeordnete der Union für Südtirol, Andreas Pöder, angesichts des gestern vorgestellten Projektes eines Pumpspeicherwerkes in Leifers. „Zudem muss der Nutzen für Südtirols Haushalte und Familien geklärt werden, bevor ein Pumpspeicherwerk in Südtirol genehmigt wird“, so Pöder.

„In Südtirol wird bereits ausreichend Strom mit der sauberen Wasserkraft produziert. Pumpspeicherwerke dienen vorwiegend unternehmerischen Zielen: Sie produzieren zu Spitzenzeiten teuren Strom und kaufen während der Nachtstunden Billigstrom an, um das Wasser wieder in die Becken hochzupumpen. Dazu wird häufig billiger Atomstrom angekauft“, so Pöder.

„Zudem verbrauchen Pumpspeicherwerke mehr Strom als sie produzieren“, so Pöder.

„Grundsätzlich sollte in Südtirol mit Pumpspeicherwerken nicht die Atomlobby unterstützt werden. Der Ankauf von Atomstrom muss ausgeschlossen sein, die Ökobilanz ist vorab zu klären – also welchen Nutzen für die Umweltpolitik ein Pumpspeicherwerk bringt. Darüber hinaus ist der volkswirtschaftliche Nutzen für Südtirol zu klären: Wenn ein Pumpspeicherwerk für Südtirols Haushalte und Familien und für Südtirols Volkswirtschaft nichts bringt, ist es abzulehnen“, so der Unions-Abgeordnete abschließend.

 


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